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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Ernst Stauffer

Ein Nidauer Freiheitskämpfer in Spanien.
 

Ernst Stauffer wurde am 10. November 1914 in Nidau bei Biel geboren. Mit 22 Jahren liess Stauffer sich vom Militär beurlauben und reiste mit seinem Bruder nach Spanien, um für die Freiheit Spaniens zu kämpfen. Er trat 1936 der 13. Internationalen Brigade im Bataillon Tschapajew bei, die als Sammelbecken für Freiwillige aus der ganzen Welt galt. Während 26 Monaten kämpfte der junge Stauffer im spanischen Bürgerkrieg. Seine Teilnahme betrachtete er nicht nur als Einsatz für die Befreiung Spaniens, sondern auch als Kampf gegen den Faschismus, der auch die Schweiz bedrohte.

1938 kehrte Stauffer verwundet in die Schweiz zurück. Da der Bundesrat den Schweizern ausdrücklich die Teilnahme an den Feindseligkeiten in Spanien verboten hatte, hatten viele Rückkehrende mit schweren Strafen wie Festungshaft und Ehrverlust zu rechnen. So wurde auch Stauffer 1939 vom Divisionsgericht zu drei Monaten Festungshaft verurteilt. Er erfuhr zwar keinen Ehrverlust, hatte jedoch noch jahrelang unter politischen Repressionen zu leiden. Als er nach der Mobilmachung aktiv in der Schweizer Armee diente, wurden seine Vorgesetzten ersucht, alle drei Monate einen Bericht über sein politisches Verhalten abzugeben. Am Arbeitsplatz wurde Stauffer von der Bundespolizei bespitzelt und mehrmals grundlos verhaftet.

Mit der Wahl in den Bieler Stadtrat, in dem er sodann während 14 Jahren tätig war, gelang es Stauffer, sich zu rehabilitieren, wenn diese Rehabilitation auch nicht in rechtlicher Hinsicht vollzogen wurde. Von 1968 bis 1978 gehörte Stauffer auch dem Grossen Rat an. 1979 reiste Ernst Stauffer mit seinem Sohn zu den einstigen Kampfstätten in Spanien. Er veröffentlichte seine Erinnerungen in einem Buch mit dem Titel «Erinnerungen eines Freiwilligen aus dem Spanischen Bürgerkrieg 1936-1938». Das Buch erschien 1986 in Biel, gerade 50 Jahre nach Ausbruch des Spanienkrieges. Ernst Stauffer starb am 10. November 1997 in Biel.


AutorIn: Manuela Di Franco
 
 
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Letzte Aktualisierung: 28.07.2015
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