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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Theodor Kocher

Der Seeländer Nobelpreisträger.
 

Emil Theodor Kocher wurde am 23. August 1841 in Bern geboren. Seine Familie aber, dies betonen die Seeländer gerne, stammte ursprünglich aus Büren. Kocher studierte Medizin an der Universität in Bern. Nach dem Staatsexamen unternahm er eine Studienreise nach Berlin, London und Paris, bevor er 1866 die Promotion erlangte. Er habilitierte daraufhin im Bereich der Chirurgie an der Universität Bern und arbeitete als Assistent in der Chirurgischen Abteilung des Inselspitals.

Im Alter von 31 Jahren wurde Kocher zum ordentlichen Professor der Chirurgie an der Universität Bern und zum Direktor der chirurgischen Klinik am Inselspital gewählt. Als Direktor im Inselspital setzte er sich später für dessen Neubau ein, der 1884 an seinem heutigen Standort eröffnet wurde. Er gründete ausserdem die berühmte, noch heute bestehende Schule der Chirurgen in Bern, die weltweit Bekanntheit erlangte und aus der eine Reihe führender Ärzte hervorgingen.

Nahezu alle Gebiete der Chirurgie wurden von Theodor Kocher in klinischen und experimentellen Studien erforscht. Und nicht nur als Wissenschaftler und Ausbildner wurde er rasch bekannt, sondern auch als Autor machte sich Kocher einen Namen: 1892 erschien sein Hauptwerk «Chirurgische Operationslehre», das seither fünf weitere Male aufgelegt und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden ist. Kocher erhielt verschiedentlich Lehrangebote renommierter Universitäten Europas, er blieb jedoch bei seiner Heimuniversität und war da während 45 Jahren tätig.

Am 28. Oktober 1909 wurde Theodor Kocher «in Anerkennung seiner Arbeit über die Physiologie, die Pathologie und die Chirurgie der Schilddrüse» als erster Schweizer Chirurg mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt. 1913 bis 1916 amtierte Kocher als erster Präsident der neu gegründeten Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie.

Theodor Kocher galt als eine Persönlichkeit, die sich durch Geistesschärfe, eine bestimmte Arbeitsethik und eine christliche Einstellung gegenüber dem Leben auszeichnete. In der Stadt Bern erinnern noch das Theodor-Kocher-Institut, die nach ihm benannte Kochergasse, der Kocher-Park und zwei Büsten an den Seeländer Nobelpreisträger. Am 27. Juli 1917, noch gänzlich in seine Arbeit vertieft, starb Theodor Kocher.


AutorIn: Manuela Di Franco
 
 
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