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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Twann

Das Weinbaudorf Twann liegt am Jurasüdfuss, am nördlichen Bielerseeufer, auf halbem Weg zwischen Biel und Neuenstadt.
 

Die Gemeinde Twann besteht aus den drei Dorfschaften Twann, Gaicht und Wingreis sowie dem Gebiet der St. Petersinsel. Insbesondere seit der Eingemeindung der Insel, die vor rund hundert Jahren erfolgte, gewann Twann an überregionaler touristischer Anziehungskraft. Als einzige Gemeinde am Bielersee zählt Twann vier Schiffsanlegestellen der Bielersee-Schiffahrts-Gesellschaft BSG, zwei davon befinden sich auf der St. Petersinsel. Vom Dorf aus erstrecken sich auch zahlreiche Wanderwege, davon führt der Bekannteste durch die Twannbachschlucht.

Die Geschichte Twanns reicht weit zurück. Das anlässlich des Baus der Umfahrungsstrasse zu Tage getretene, reiche Fundmaterial aus neolithischer Zeit (Mitte 4. bis Mitte 3. Jahrtausend v. Chr.), legt die Vermutung nahe, dass auf dem Gebiet des heutigen Dorfes Twann zu jener Zeit eine Ufersiedlung bestanden hat. Womöglich gab der nahe Twannbach der Ortschaft ihren Namen: Die neuste Sprachforschung führt den Ortsnamen Twann auf das keltische «dubo» - «dunkelschwarz» und die Nachsilbe «onna» - «Wasserlauf» zurück.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Twann in einer Urkunde aus dem Jahr 1136. Der Ort bildete im Mittelalter eine Freiherrschaft unter dem Freiherrn Brechtold von Twann. Als das Geschlecht in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ausstarb, ging Twann an die Herren de Diesse, später an den Berner Schultheiss Rudolf Hofmeister über. Im Jahr 1487 gelangte Twann schliesslich an Bern und gehörte der Landvogtei Nidau an. Als einstiger Herrschaftssitz bildete Twann unter der Hoheit Berns sein eigenes Gericht, bewahrte sich bestimmte Vorrechte und kaufte sich kurze Zeit später von der Leibeigenschaft los.

Erwerbszweige der Bewohner Twanns waren der Rebbau, die Fischerei und die Viehwirtschaft. Das Schiff war ihnen das wichtigste Verkehrsmittel, zumal die erste fahrbare Landverbindung die 1835-1838 erstellte Bielerseestrasse war, welche die Seedörfer erstmals auf dem Landweg für Fuhrwerke zugänglich machte. Zwanzig Jahre später folgte der Bau der Bahnlinie von Biel nach Neuenburg. Der Ausbau von Bahn und Autobahn in den 60er- und 70er-Jahren trennte das dicht bebaute Dorf vom See.

Im 20. Jahrhundert wurde versucht, die Bedingungen für die Landwirtschaft mit Verbauungen und einem neuem Wegnetz im Rebgelände zu verbessern. Nebst der Bootswerft und einigen Bauunternehmungen ist Twann und seine Landschaft gewerblich nach wie vor vom Rebbau geprägt. Während früher die Klöster und Adelsfamilien, später die Patrizier von Bern und Biel die Rebberge verwalteten, wurden die einstigen Rebarbeiter aus den Seedörfern nach und nach selbst zu Besitzern. In Twann gibt es heute rund 22 Familienbetriebe, die den Rebbau betreiben, und es ist nicht zuletzt dank ihres Twanner Weins, dass das Dorf weit herum bekannt ist.


AutorIn: Manuela Di Franco
 
 
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