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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Die Uhrenindustrie fasst in Büren Fuss

Gründungsjahr der Uhrenfabrik Büren war das Jahr 1873. Ein Vierteljahrhundert später wurde sie an das englische Unternehmen «Henry Williamson Ltd.» verkauft, die bereits in London, Birmingham, Salisbury und Coventry Uhrenmanufakturen betrieb.
 

Schon 1898 unterstrichen die Engländer ihre zukunftsgerichteten Zielsetzungen mit dem Bau des typisch englischen Fabrikgebäudes aus roten Ziegelsteinen. 1898 beschäftigte der Betrieb 65 Arbeitskräfte; ein Vierteljahrhundert später arbeiteten 300 Angestellte in der Manufaktur, die alle Uhrwerke und Gehäuse selbst entwickelte und baute.

Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte sich das Unternehmen auf die Fabrikation der aufkommenden Armbanduhren. Revolutionär auf die gesamte Uhrenindustrie wirkte sich die in diesem Betrieb um 1920 entwickelte Methode des Austauschbaus und der Standardisierung aus. Erfunden wurden vom späteren Direktor Hans Kocher-Aeschbacher in diesem technologisch weit blickenden Umfeld auch das Verfahren der Einpresssteine und ein revolutionäres Hemmsystem. Dank weltweit wegweisenden Produkten errang die Uhrenfabrik Büren 1929 an der Weltausstellung von Barcelona als einziges Uhrenunternehmen der Welt die Grand-Prix-Auszeichnung.

Als Folge des US-Börsenkrachs geriet die «Firma Williamson» in Finanzschwierigkeiten und schrieb die Fabrikanlagen in Büren zum Verkauf aus. Darum gründeten 18 Aktionäre die «Buren Watch Company SA» (BWC), obwohl der Uhrenexport in einer tiefen Krise steckte. 1936 verdienten aber bereits wieder rund 300 Uhrmacher ihr Brot in der «BWC». Bahnbrechende Erfindungen verhalfen der «BWC» im Laufe der Jahre zu Weltruf. Da aber ihr grösster Aktionär sein Aktienkapital an die US-Firma «Hamilton» abtrat, ging die «BWC» im Frühjahr 1966 an dieses Unternehmen über. Umfangreiche Investitionen, guter Geschäftsgang und die Absicht der «Hamilton Watch», ihre gesamte Uhrenfabrikation aus den USA nach Büren zu verlegen, scheiterten später an der massiven Verschlechterung der US-Wirtschaftslage, an Überkapazitäten und Finanzproblemen. Dies führte zum Zusammenbruch des US-Mutterhauses und 1972 zur Schliessung des grössten Bürener Industriebetriebes.


AutorIn: Max Gribi
 
 
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