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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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GM baute 329 864 Automo-Biele

Am 15. August 1975 wurde das letzte «Automo-Biel» dem Pestalozzi-Dorf in Trogen geschenkt. Warum wurde gerade Biel von der damals grössten Autoherstellerin der Welt als Standort für ein Montagewerk ausgewählt?
 

Für die Montage von Autos in Biel gab es Mitte der 30er-Jahre günstige Voraussetzungen: Die Stadt litt wegen der zu 95% exportabhängigen Uhrenindustrie mehr als andere Regionen in der Schweiz unter der Wirtschaftskrise. Der damalige Stadtpräsident, Guido Müller, hörte 1934 von einer General-Motors-Delegation, welche die Frage einer Fabrikniederlassung in der Schweiz prüfte. Während der GM-Präsident in Genf sondierte, erreichte ihn ein Telefonanruf aus Biel: «Biel braucht Ihre Fabrik, und wenn Ihnen die leer stehenden Werkstätten nicht passen, wird die Stadt auf ihre Kosten ein geeignetes Gebäude nach Ihren Wünschen aufstellen.» Bald darauf erschien die GM-Delegation in Biel. Das grosse Potenzial an «human resources» dürfte wohl den Ausschlag für die Zusage des GM-Präsidenten gegeben haben.

Ungeachtet der knappen Finanzen liess die Stadt Biel auf dem zur Verfügung gestellten Areal von 30 000 m2 mit Gleisanschluss einen Neubau erstellen, den sie an die «GM» vermietete. Die Bieler Bürger stimmten dem Zweimillionenprojekt mit einem überwältigenden Mehr von 97% zu. Die Zahl der Arbeitslosen in Biel sank von 1934 bis 1936 um 448 auf eine Rate von 19%. Das Bieler GM-Werk stellte in dieser Zeit 317 Personen ein. Schon im ersten, nur neun Monate dauernden Geschäftsjahr der GM-Niederlassung Biel wurden 969 Wagen zusammengebaut, und es sollten weitere, sehr erfolgreiche Jahre folgen, bis nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs der Bedarf an Autos drastisch zusammenbrach und das Werk seine Produktion umstellen musste.

Ein grosser Teil der Belegschaft leistete Aktivdienst in der Armee, und die nicht-mobilisierten Arbeitnehmer waren zum grossen Teil auch für die Armee tätig. Zudem war ein Teil der Gebäude an das Rote Kreuz vermietet. So gelang es der Firma, die Kriegsjahre zu überstehen. Nach dem Kriegsende kam die grosse Zeit für «GM Suisse» in Biel. Bereits 1949 wurden die Produktionszahlen der Vorkriegsjahre deutlich übertroffen.

Erst die Rezession der 70er-Jahre brachte einen deutlichen Umsatzrückgang. Sie war aber nicht der alleinige Grund für die Schliessung des Montagewerks im August 1975. Es waren die Auswirkungen der Efta-, Gatt- und EWG-Vereinbarungen mit dem Abbau von Zollpräferenzen für die importierten Montageteile, welche die wichtigste Voraussetzung für einen rentablen Betrieb des Werks entfallen liessen. Die Erdölkrise 1973, mit der daraufhin sinkenden Nachfrage nach hubraumstarken Autos, gab den Rest. Die «GM Suisse SA» montiert seit August 1975 keine Autos mehr.


AutorIn: Jaroslaw Trachsel
 
 
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