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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Das Volkshaus

Das 1929-1932 erbaute Volkshaus gilt heute nicht nur als einstiges Symbol der Bieler Arbeiterbewegung. Es wird auch als bestes Beispiel des Neuen Bauens in Biel angesehen.
 

Dieses, so der leitende Architekt Eduard Lanz, «bedeutet keine äusserliche, formale Angelegenheit und geht nicht auf Modernität aus, sondern besteht im Erfassen und Einbeziehen aller, auch der nebensächlichsten Elemente zu einem durchdachten, sachlich entwickelten Werk».

Lanz konzipierte das Gebäude an der Ecke Bahnhofstrasse/Aarbergstrasse als Eisenbetonbau mit Backsteinklinkerverkleidung. Im Innern des achtgeschossigen Hochhauses liess Lanz einen Saal mit Galerie und Bühneneinrichtung bauen sowie einen Hoteltrakt mit Vereins- und Sitzungssälen.

Die Geschichte des Volkshauses und dessen Neubau ist eng an die 1888 gegründete Arbeiterunion geknüpft. Die Arbeiterunion war ein Verband der Arbeitervereine von Biel und Umgebung, deren Zweck in der Wahrung der Interessen der Arbeiterklasse im Sinne der Sozialdemokratie bestand. Die Arbeiterunion verlegte mehrmals ihren Versammlungsort, der «Volkshaus» genannt wurde, bis schliesslich ein Neubauprojekt diskutiert wurde. 1928 trat die Genossenschaft mit der Stadt in Verhandlungen, um auf dem alten Bahnhofplatz ein Grundstück zu erwerben. Der Stadtrat beschloss 1929, unter dem damaligen Stadtpräsidenten Guido Müller, die Subventionierung des Bauvorhabens. Nur drei Jahre später konnte das Volkshaus eröffnet werden.

Die Räumlichkeiten des Volkshauses, zu denen auch das «Restaurant La Rotonde» gehörte, diente zum einen der Arbeiterschaft und ihren Organisationen als Versammlungs- und Begegnungsort, zum anderen wurde dem Volk im neuen Gebäude auch Unterhaltung und Saalsport angeboten. So fanden Boxmeetings statt, die bis zu 1200 Zuschauer begeisterten.

1975 geriet die Volkshaus-Genossenschaft in Konkurs. Der Kaufkredit von 1,6 Mio. Franken wurde 1977 von den Stimmberechtigten abgelehnt. Während die Gewerkschaften ihrerseits auf den Kauf des Volkshauses verzichteten, drängten bürgerliche Politiker auf den Verkauf an Private, die an der kommerziellen Nutzung des zentral gelegenen Gebäudes durchaus interessiert waren. Die Befürchtung, dass die einstige Hochburg der Bieler Arbeiterbewegung in ein Einkaufszentrum umgewandelt wird, rief die «IG Pro Volkshaus» ins Leben. Dieser Zusammenschluss von Einzelpersonen und verschiedenen Vereinen lancierte in Kürze eine Initiative zur Rettung des Volkshauses.

Der Vorschlag, den ehemaligen Hoteltrakt durch das Konservatorium nutzen zu lassen, mag dazu geführt haben, dass die Stimmberechtigten im Oktober 1983 den 8,4-Mio.-Franken-Kredit zum Kauf und zur Sanierung des Volkshauses bewilligten. 1989 konnte das Konservatorium die Räumlichkeiten beziehen, im selben Jahr wurden auch der Saal und das «Restaurant Rotonde» - nach wie vor beliebter Treffpunkt des Volkes - wieder in Betrieb genommen.


AutorIn: Manuela Di Franco
 
 
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