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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Die ersten Maifeiern in Biel

 
1890: Etwa 300 Teilnehmende treffen sich zur ersten Maifeier in Biel. Sie findet in der Wirtschaft Mattenhof statt. Reden: Zürcher, Madretsch, Gottfried Reimann, Johann Näher. Alle sprechen für den Achtstundentag, der in einer Resolution verlangt wird.
1891: Umzug vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz. Begrüssung: Zürcher, Madretsch. Reden: Mettier (Grossrat, D), Reymond (F). Botschaft: «Gebt uns den Achtstundentag und wir führen die Welt in neue Bahnen ein!» Abend: Feier in der Tonhalle, Ausklang mit Fackelzug nach dem Neumarktplatz. (BT)
1892: Gut 400 Personen nehmen am Umzug teil, der vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz führt. 14 Arbeitervereine und 2 Musikkorps sind vertreten. Reden: Siebenmann (Grossrat, Bern, D), Biolley (Neuenburg, F). Eine Resolution verlangt den Achtstundentag und die Abschaffung der politischen Polizei. Abendprogramm: Dreiakter «Ein Streik» von A. Lang, gespielt vom Grütliverein Biel. (BT)
1893: 400 Teilnehmende am Umzug und etwa 2000 Teilnehmende an der Schlusskundgebung auf dem Viehmarktplatz. Der Umzug wird von der Union Instrumentale und der Stadtmusik begleitet. «Die rote Fahne, die im Umzug mitgeführt wurde, hat wohl keinem Menschen ein Gruseln eingejagt» Reden: Gottfried Reimann (D) und Adhémar Schwitzguébel (F). Zentrale Forderung: Einführung des Achtstundentags. Abschluss im Stadtgarten, mit Gesang, Musik, Gespräch. Anschliessend begeben sich viele nach dem Grütliheim Helvetia. (BT)
1894: Kundgebung in der „Tonhalle“. Es wird Geld für die Streikenden von Zürich und von Bern gesammelt.
1895: Etwa 400 Teilnehmende. Umzug mit 11 Vereinsfahnen vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz. Beiträge der Union Instrumentale. Reden: Paul Brandt (Redaktor, St. Gallen, D), Louis Héritier (Grossrat, Genf, F). (BT)
1896: Etwa 1300 Teilnehmende, trotz Regenwetter, unter ihnen viele Mitglieder des Handlangerbundes und der Italiener. Umzug vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz, anschliessend Versammlung in der Tonhalle. Darbietungen der Union Instrumentale und der Harmonie de la Champagne. Reden: Fürholz, (Fürsprecher, Solothurn, D), Ryser (Graveure und Guillocheure, F), Brusco (Maurer, I). Kollekte für die streikenden Bauarbeiter in Biel ergibt CHF 33.00. Den Streikenden wird ein Bon für Brot, Käse oder Wurst und Bier gegeben. (BT)
1897: Etwa 1000 Teilnehmende am Umzug vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz. Reden: H. Schmitt (Bern, D), Panchaud (Lausanne, F) und Pelony (Biel, I) .
1898: Um 6 Uhr 30 morgens Tagwacht mit den Tambouren. Vormittagsfeier mit Fahnenweihe der Holzarbeitergewerkschaft, des Metallarbeitervereins und des Allgemeinen Arbeitervereins. Ansprache von Gottfried Reimann. Am Nachmittag 1500 Teilnehmende mit 20 Fahnen am Umzug vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz. Begrüssung durch den Uhrenfabrikanten Zürcher (Madretsch), dann Reden von Bommeli (Schriftsteller, ZH, D), Rapin (Lausanne, F) und Piancastelli (Genf, I). Abschluss mit gemütlichem Teil in der Brasserie du Port. Abendprogramm: «Der Bettelstudent von Berlin», aufgeführt vom Grütlimännerchor. (TBSB)
1899: Um 6 Uhr morgens Tagwacht mit den Tambouren. Am Nachmittag Umzug vom Bahnhofplatz zum Neumarktplatz, begleitet von der Union Instrumentale und der Concordia italienne. Reden: Dr. Studer (Bezirksrichter, Winterthur, D), Thiébaud (Regierungsrat, Genf, F). Anschliessend Abmarsch zur Brasserie du Port, wo der gemütliche Teil stattfindet. (TBSB)
1900: Um 6 Uhr morgens Tagwacht mit den Tambouren. Vormittagsfeier mit Fahnenweihe der Remonteurs, Repasseurs und Démonteurs auf dem Turmplatz Bözingen. Am Nachmittag Umzug vom Bahnhofplatz zum Schützenhaus, begleitet von der Union Instrumentale, der Musikgesellschaft Bözingen und der Concordia italienne. Reden: Heinrich Scherrer (Fürsprech, St. Gallen, D), Triquet (Nationalrat, Genf, F). (TBSB)
1901: Am Vormittag Fahnenweihe der Arbeiterunion Biel. Am Nachmittag 1400 Teilnehmende am Umzug vom Bahnhofplatz zum Schützenhaus. Etwa 2000 Personen hören die Reden von Ernst (Regierungsrat, Zürich, D), Jean Sigg (Kantonsrat, Genf, F), Depoli (Lausanne, I). Zwischen 16 und 19 Uhr gemütlicher Teil mit Beiträgen der Union Instrumentale und der Concordia italienne, anschliessend Rückkehr in die Helvetia. (TW)
1902: Etwa 1300 Teilnehmende am Umzug, für die einen vom Bahnhof zur Tonhalle, für die anderen vom Bahnhof in die Wirtschaft Tivoli. In der Tonhalle Reden von Otto Weber (Redaktor, St. Gallen, D), Dr. Brüstlein (Bern, F), Gottfried Reimann (Biel, D). Im Tivoli lauschten 430 Italienischsprechende der Rede von Bela. Abend: Gemeinsamer Abschluss in der Helvetia. TW

1903: Über 1000 Teilnehmende am Umzug zum Schützenhaus. Reden: Kaufmann (Arbeitersekretär, Winterthur, D), Beyeler (Redaktor, Lausanne, F). Beiträge der Union instrumentale, der Concordia italienne, des Tambourenvereins, der Musik von Madretsch.
1904: Über 1000 Teilnehmende am Umzug, an die 2000 Personen an der Kundgebung beim Schützenhaus. Begleitung durch die Union Instrumentale, die Musique italienne, den Tambourenverein, die Madretscher-Musik, drei Chöre. Reden: Dr. Faas (Bern, D, F), Maria Guidici (Lugano, I). Abschluss in der "Helvetia".
1905: Über 1000 Teilnehmende, organisiert in 44 Gewerkschaften und Vereinen. Reden: Zgraggen (Bern, D), Angelica Balabanoff (Lugano, F,I). Beiträge von 3 Musikkorps und dem Tambourenverein.
1906: Um 6.30 Tagwacht mit dem Tambourenverein. Um 9 Uhr 30 Versammlung der Arbeiterunion im grossen Saal der Helvetia. Ab 13 Uhr Umzug mit 1200 Teilnehmenden vom Pasquart zum Schützenhaus. Dem Zug wird ein Portrait von Karl Marx vorangetragen, die Jugendgruppe erscheint bekränzt und weiss gekleidet. Ein provozierendes Plakat im Umzug beschäftigt die Lokalpresse: «Wir haben lang genug geliebt, wir wollen einmal hassen.» sei an einer Arbeiterdemonstration noch nie gesehen worden. (BT)
1907: Umzug trotz ungünstigem Wetter, nämlich von der Dufourstrasse zur Tonhalle, wo die Reden gehalten werden: C. Böschenstein (D), E. Ryser (F), J. Cinisetti (I). Beiträge der Union instrumentale, der Concordia italienne, des Tambourenvereins. (BT)
1908: Etwa 800 Teilnehmende am Umzug, angeführt von der Union instrumentale, von der Dufourstrasse zu Brasserie Seeland. Viele Vereinsfahnen, eine rote Fahne. Starke Vertretung des italienischen Elements, viele Arbeitslos wegen der Uhrenkrise. (BT)
1909: Etwa 500 Teilnehmende mit Kindergruppe am Umzug von der Wildermethmatte zum Seelandgarten an der Ländte, begleitet von zwei Musikkorps und einer Tambourengruppe. Reden: Rickli (Nationalrat, Langenthal, D), Pronier (Gérant, Lausanne, F), Petruzzi (Maurer, Solothurn, I). An der Maifeier in Mett wird das Denkmal für Grossrat Rudolf Küenzi eingeweiht. (BT)
1910: 600 Anwesende mit 23 Vereinsbannern bei der Einweihung des Gedenksteins für den verstorbenen Stadtpräsidenten Gottfried Reimann. Musik: Concordia / Union Instrumentale. Am Nachmittag etwa 1000 Teilnehmende am Umzug zum Garten der Brauerei Seeland. Reden: Wirz (Redaktor des Grütlianers, Zürich, D) und Paul Graber (La Chaux-de-Fonds, F). (JJ)
1911: Umzug von der Wildermethmatte zur Brasserie Seeland. Beiträge der Union instrumentale und der Concordia Italienne. Reden: Paul Pflüger (Zürich, D), H. Viret (Arbeitersekretär, Lausanne, F) und eine Ansprache in italienischer Sprache. Gemütlicher Teil in der Helvetia an der Untergasse. (JJ)
1912: Etwa 600 Teilnehmende mit vielen Fahnen am Umzug. Beiträge der Union Instrumentale, des Tambourenvereins, Société Filarmonique Italienne. (BT)
1913: Etwa 1200 Teilnehmende mit etwa 30 Fahnen am Umzug, darunter der Sozialdemokratische Frauen- und Töchterverein und eine Jugendkolonne. Beiträge der Union Instrumentale, der Filarmonica Italienne, des Grütlimännerchors. Ansprache auf Deutsch in der Reithalle, auf Französisch im Tivoli. (JJ)
1914: Tagwacht mit dem Tambourenverein. Am Nachmittag etwa 600 Teilnehmende am Umzug. Reden von Golay (Redaktor, Lausanne, F) in der Turnhalle Dufourstrasse und von Schmied (Olten, D) in der Turnhalle Logengasse. Beiträge des Grütli-Männerchors und des Arbeiter-Männerchors Vorwärts.

AutorIn: Christoph Lörtscher
 
 
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