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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Marie-Louise Blösch-Moser (1782-1863)

 

Marie-Louise Blösch-Moser (1782-1863) war die Tochter des letzten Burgermeisters aus der Zeit vor der französischen Besetzung. Im Juni 1802 heiratete sie den Arzt Alexander Blösch - aus dieser Verbindung gingen fünf Kinder hervor.  Im Alter von 32 Jahren, am  21. 2. 1814, verlor sie ihren Mann infolge einer Typhus-Epidemie, die von den durchziehenden österreichischen Truppen eingeschleppt worden war.  Die Witwe sah sich mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert -sie war fast ohne Vermögen, und die Jahre nach Napoleons Niederlage wurden von Missernten und Teuerung geprägt.  1816 verlor sie den ältesten Sohn, und 1817 wurde ein Hungerjahr. Doch gerade dieses Jahr brachte ihr die Wende: Nach der Gründung des ersten Bieler Gymnasiums im Jahr 1817 wurde ein Pensionat für die auswärtigen Schüler geschaffen, dessen ökonomische Leitung Marie-Louise Blösch-Moser anvertraut wurde. Das Pensionat wurde bald von ihrem Wohnhaus an der Obergasse in den ersten Stock des früheren Johanniterklosters verlegt, in dessen Erdgeschoss das Gymnasium untergebracht war. 

Eduard Blösch, ihr Sohn, erinnerte sich später: "Der Hauptvorteil, den die Stelle für die Mutter hatte, lag in der Gelegenheit, ihre Kinder gut zu erziehen, die nun zu den Zöglingen des Konvikts wie des Gymnasiums gehörten. Hier traf fast militärische Strenge an den Platz der früheren Zuchtlosigkeit, Karzer und Extraarbeiten waren nicht die einzigen Strafarten, die zur Anwendung kamen. Hiegegen bot ein wohltuendes Gegengewicht der mütterliche Sinn, mit welchem die Vorsteherin des Pensionats ihre Knaben zu behandeln wusste, die ihr denn auch das Verdienst des Gelingens zu einem guten Teile zuschrieben und ihr ohne Ausnahme das dankbarste Andenken bewahrten."

Quellen:
Blösch, E. Eduard Blösch und dreissig Jahre Bernischer Geschichte, Bern:Dalp'sche Buchhandlung, 1872
Lörtscher, C. 660 Jahre Stadtgeschichte. Vom Roten Turm zum Dufourschulhaus, Biel: Selbstverlag des Verfassers, 2001


AutorIn: Christoph Lörtscher
 
 
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