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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Marguerite Gobat (1870 - 1937)

Erzieherin, Gründerin des Kinderheims "Champ du Plane" in Magglingen. Mitbegründerin des schweizerischen Zweiges der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit.
 
Marguerite wurde am 23. Februar 1870 in Delsberg als ältestes Kind von Albert Gobat, Fürsprecher, und Sophie geb. Klaye geboren. Als ihr Vater zum Regierungsrat gewählt wurde, zog die Familie nach Bern, wo Marguerite die Schulen besuchte. Ihre Mutter starb, als sie erst 16-jährig war, und sie übernahm die schwierige Aufgabe, ihre drei jüngeren Geschwister zu betreuen. Später wurde sie Mitarbeiterin ihres Vaters, nahm mit ihm an Friedenskongressen in Schweden und Amerika teil und wurde Leiterin des neu gegründeten Bureau international de la Paix in Bern. Eine Zeitlang arbeitete sie als Bibliothekarin im Institut bibliographique in Brüssel. Ihr Vater erhielt den Nobelpreis für Frieden, starb aber kurz nachher.

Nach seinem Tod, 1914, setzte Marguerite in Genf ihre Arbeit für den Weltfrieden fort. 1916 verlor sie ihre Schwester Helene, die bei der Geburt des ersten Kindes starb. Marguerite ersetzte dem kleinen Pierre die Mutter und wurde Mitarbeiterin der neuzeitlich geführten "Fellow Ship School" in Gland am Genfersee. Nach kurzer Zeit zog sie mit Pierre nach Lattrigen am Bielersee und begann dort ihre journalistische Tätigkeit. Sie war sechs Jahre Redaktorin der Zeitschrift "Aujourd'hui" für Erziehungs- und Friedensfragen; von 1924-1937 redigierte sie den "Erzieher", die Beilage zur Frauenzeitung "Berna".

Marguerite Gobat war ausserdem Sekretärin der Union Mondiale de la Femme pour la Concorde Internationale und Mitglied des Schweizerischen Frauenkomitees für den dauernden Frieden, aus dem 1919 die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit hervorging.

1928 gründete Marguerite Gobat in Magglingen das Kinderheim "Champ du Plane", in dem sie nach dem Krieg Waisen- und Emigrantenkindern jeder Nationalität und Konfession ein neues Heim bieten konnte. Eine Jugendfreundin schrieb nach ihrem Tode im "Erzieher" über sie: "Alle Menschen, die mit Marguerite Gobat in Berührung gekommen sind, Kinder wie Heranwachsende, spürten den grossen Zauber, der von ihrer Persönlichkeit ausstrahlte. "Champ du Plane" war ein Refugium für Gross und Klein und wohl niemand ging von dort fort, der nicht einen grossen Reichtum mit sich herumgetragen hätte. Mit einer schweren Krankheit kämpfend, der sie Trotz bieten und die sie nicht anerkennen wollte, raffte sie sich noch auf und holte mit höchstem Fieber einen Schutzbefohlenen am Bahnhof in Biel ab. Das kennzeichnet Marguerite Gobat am besten : nicht sie - aber für die andern. Am 19. Juni 1937 schlossen sich für immer ihre Augen..."

Weitere Quellen zum Leben von Marguerite Gobat:

– S. Lachat, D. Quadroni (2002). Marguerite G.: Le pacifisme au féminin, in Intervalles 64, 2002, 127-160

Der Nachlass von Marguerite Gobat befindet sich in der Dokumentationsstelle "Mémoires d'ici" in Saint-Imier





AutorIn: Barbara Traber
 
 
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