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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Graphische Druckverfahren

 

Der Holzschnitt

Der Holzschnitt ist das älteste, seit rund fünf Jahrhunderten bekannte druckgrafische Verfahren. Die frühesten künstlerischen Holzschnitte entstanden als Einblatt-Holzschnitte zwischen 1400 und 1550 in alpenländischen und bayerischen Klöstern.
Es handelt sich um ein Hochdruckverfahren, bei dem die Zeichnung in eine Langholzplatte (= Platte, bei der der Schnitt parallel zum Verlauf der Holzfaser verläuft) geschnitten wird. Die vorzugsweise aus Birnenholz bestehende, schwarz eingefärbte Platte wird mit Schneidemesser, Hohleisen und Geissfuss bearbeitet.
Das Bild wird seitenverkehrt geschnitten - wegen der Seitenumkehrung beim Druckvorgang. Die Druckfarbe wird mit einer Gummiwalze auf den Druckstock aufgetragen, von dem anschliessend die Druckabzüge hergestellt werden.

Der Kupferstich

Die ältesten bekannten Kupferstiche stammen aus dem 15. Jahrhundert. Vermutlich wurde die Technik erstmalig um 1420/1430 im oberdeutschen Raum angewendet. Sie gehört zu den grafischen Tiefdruckverfahren. Die Zeichnung wird bei diesem Verfahren mit verschiedenartigen Sticheln in eine Kupferplatte eingegraben.
Der Kupferstich ermöglicht die Herstellung feiner, dynamisch gestalteter Linienbilder mit Schattierungen, da die Strichdicke verschieden gewählt werden kann.
Zum Druck des Kupferstichs wird eine Leinölfarbe verwendet, die man auf dei Kupferplatte auftupft. Gedruckt wird auf durchfeuchtetes Papier.

Die Radierung

Die Radierung ist die weitestverbreitete grafische Ätztechnik. Sie entstand im 16. Jahrhundert wahrscheinlich aus Ornamentätzungen auf Schwertern und Gewehren, die von Waffenschmieden hergestellt wurden. Die frühesten Radierungen datieren auf das Jahr 1513.
Eine metallene, mit einem säurefesten Hartgrund überzogene Druckplatte wird zuerst mit Stichel oder Radiernadel bearbeitet. Dann wird sie mit ätzender Säure, zum Beispiel Salpetersäure, behandelt, so dass sich die vorhandene Linienzeichnung chemisch in die Metallplatte ein- und weiterfrisst. Schliesslich werden von der eingefärbten Druckplatte Abzüge erstellt.


Die Aquatinta

Die Aquatinta ist eine im 18. Jahrhundert in Frankreich entwickelte Flächenätztechnik. Sie wurde zwischen 1765 und 1768 von Jean-Baptiste Leprince erfunden.
Auf einer mit Ätzgrund überzogenen Kupferplatte wird die Zeichnung vorerst einradiert und schwach geätzt. Nach der Entfernung des ersten Ätzgrundes und der Plattenreinigung kann die Vorätzung mehrmals weitergeführt werden.
Auf der gereinigten Platte wird mit einem Sieb oder Schüttelkasten anschliessend ein farbstoffabstossender Aquatintagrund aufgetragen und die Druckplatte dann erwärmt. Dieser Aquatintagrund besteht aus Harzstaub, Asphalt, Kolophonium oder Meersalz.
Von der erkalteten, eingefärbten Platte werden schliesslich die Druckabzüge erstellt.

Der Holzstich

Der Holzstich, oft auch Xylographie genannt, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts in England entwickelt, um eine tonige Farbwirkung erzeugen zu können. Der Graveur Thomas Bewick (1753-1828) entwickelte diese relativ billige und leistungsfähige Reproduktionstechnik um das Jahr 1790.
Anstelle eines Schneidemessers wird beim Erstellen der Zeichnung ein Grabstichel verwendet. Bevorzugt werden bei dieser Technik Druckstöcke, die quer zum Faserverlauf eines Buchsbaumstammes geschnitten werden.
Die tonigen Farben werden in einem zweiten Druckvorgang in den vorgängigen Strichdruck eingedruckt.

Die Lithographie

Die Flachdrucktechnik der Lithographie wurde im 18. Jahrhundert in Deutschland entdeckt. Sie basiert auf  einer Erfindung von Alois Senefelder aus dem Jahr 1798. Es handelt sich um einen Steindruck, es wird also auf vollkommen glatt geschliffenen Kalksteinplatten gearbeitet. Das Druckverfahren berugt darauf, dass bestimmte Materialien farbabstossend sind, andere hingegen die Druckfarbe annehmen. Fett und Wasser zum Beispiel stossen einander ab.
Mit lithographischer Fettkreide, Tusche oder Tinte wird auf der glatt geschliffenen Steinplatte gearbeitet, so dass eine wasserabstossende Bildvorlage entsteht. Nach mehrfacher Vorbehandlung wird diese Vorlage fixiert, der Stein befeuchtet und mit fetter Farbe eingewalzt. Dabei nimmt die fettige Bildvorlage die Druckfarbe an, die feuchte Steinplatte hingegen nicht.
Die Druckabzüge werden auf einer besonderen Lithopresse hergestellt.

Der Stahlstich

Der Stahlstich ist ein mit dem Kupferstich stark verwandtes Druckverfahren. Es wurde vom Amerikaner Jacob Perkins entwickelt und erstmals 1820 zum Drucken von Banknoten eingesetzt. Allerdings wird hier mit verschiedenartigen Sticheln auf einer Stahlplatte gearbeitet.
Der Stahlstich ermöglicht es, bei der Herstellung feiner, dynamisch gestalteter Linienbilder mit Schattierungen noch filigraner zu gestalten als beim Kupferstich.
Beim Drucken wird ebenfalls Leinölfarbe verwendet. Gedruckt wird wie beim Kupferstich auf durchfeuchtetes Papier.  

Die Serigraphie

Die Serigraphie (von fernöstlich *seri= Seide) ist unter dem Begriff Siebdruck besser bekannt. Das relativ junge Flachdruckverfahren - es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Ostküste der USA und in Kalifornien  - geht auf uralte Schabloniertechniken zurück.
Gedruckt wird mit Hilfe eines "Siebes", das heisst eines feinmaschigen Gewebes wie Seide, Gaze oder Nylon, das auf einem Rahmen aufgespannt ist. Auf diesem Sieb wird das zu druckende Bild durch Linien und Abdecken (Lacksicht) ausgearbeitet, wobei für jede zu druckende Farbe ein besonderes Sieb erstellt werden muss.
Durch das verkehrt über die zu bedruckende Fläche platzierte Sieb wird mittels einer Gummi-Rakel die Farbe auf die Druckfläche gepresst.






AutorIn: Diverse
 
 
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