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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Die Überwindung der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte in Biel eine akute Wohnungsnot. Um die Situation auch langfristig zu verbessern, förderte die Stadt den genossenschaftlichen Wohnungsbau.
 

Die Wohnungsnot

Während des Ersten Weltkrieges wurden in Biel trotz wachsender Bevölkerung nur wenige Wohnungen gebaut. Kein Wunder, herrschte zu Beginn der Zwanzigerjahre herrschte eine akute Wohnungsnot – hunderte von Wohnungen fehlten, und das zu geringe Angebot führte zu überhöhten Mietzinsen. Vor allem grosse Familien sahen sich gezwungen, auf engem Raum zusammenzuleben. Gerade Letzteres bedeutete ein erhebliches Gesundheitsrisiko; zum Beispiel lag die Sterblichkeit infolge Tuberkulose in Biel zwischen 1891 und 1922 deutlich über dem Durchschnitt der Schweizer Städte(1).

Erste Massnahmen und genossenschaftlicher Wohnungsbau

Die Stadt erliess Bestimmungen für den Mieterschutz und stellte ab 1918 Notwohnungen bereit. Um auf längere Sicht genügend günstigen Wohnraum bereitzustellen, beschlossen die Bieler Behörden die Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Genossenschaften, die eine Vermietung zu günstigen Konditionen garantierten, konnten ab 1924 gemeindeeigenes Terrain im Baurecht zu günstigen Konditionen überbauen. Die ersten drei gemeinnützigen Baugenossenschaften, die dieses Angebot nutzten, erstellten in den folgenden Jahren an die 200 Wohnungen. Die Eisenbahnerbaugenossenschaft Biel erstellte eine Siedlung am Rennweg, die Allgemeine Bau- und Wohngenossenschaft je eine Siedlung am Lindenweg und im Möösli. Die meisten Wohnungen baute die Bieler Wohnbaugenossenschaft (BIWOG) – an der Sonnhalde, auf der Champagne und am Dählenweg entstanden fast hundert preisgünstige Wohnungen.

Moderne Architektur

Gemäss den Abmachungen mit der Stadt hatte sich die Ausstattung der Wohnungen an Ansprüche zu halten, „die von Arbeitern und Angestellten gestellt werden dürfen“. Das bedeutete in den 1920er-Jahren Folgendes: „Alle Genossenschaftswohnungen entsprechen den neuen Bestrebungen auf dem Gebiete der Wohnungsreform. Nicht grosse Mietskasernen, sondern in Reihenbauten zusammengefasste Ein- Zwei- und Dreifamilienhäuser mit gut durchlüfteten und besonnten Zimmern, zweckmässig eingerichteten Küchen, Badegelegenheiten und Zier- und Pflanzgärten (…). Die neueren Kolonien in der Champagne und am Dählenweg sind mit Warmwasserheizung und zum Teil mit Boiler oder Gasautomat mit elektrischer Küche ausgestattet (2).“

Eduard Lanz' genossenschaftliche Siedlungsbauten

Architekt der neuen Siedlungen am Rennweg (1925/26), an der Sonnhalde (1926-1930) und im Möösliacker (1927-1931) war Eduard Lanz. Lanz hatte die Jahre 1916 bis 1918 in Berlin verbracht, wo er unter anderem mit dem Gedankengut der Deutschen Gartenstadtgesellschaft bekannt wurde. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz hatte Lanz die Gelegenheit, in Basel die Entstehung von genossenschaftlichen Siedlungsbauten der Architekten Hannes Meyer, Hans Bernouilli und Paul Artaria mitzuverfolgen. Diese Erfahrungen konnte er in Biel in angepasster, zurückhaltender Form umsetzen (3).

1 O. Wyssbrod, „Hat Biel noch eine Wohnungsnot?“, Bieler Jahrbuch 1928, S. 164
2 „10 Jahre Rotes Biel“, 1932, S. 46
3 Nathalie Jacqueline Ritter, "eduard lanz - die genossenschaftlichen siedlungsbauten", Lizenziatsarbeit Universität Bern, 2005

 


AutorIn: Christoph Lörtscher
 
 
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